Get Adobe Flash player

Archiv für September 2011

Bürgerinformation zur Straßenplanung (Presse berichtet nicht)

Die Schaumburger Lokalpresse hat wieder den bekannten Maulkorb verpasst bekommen.
In den Blättern wird vom weichgespülten Wahlkampf ohne Themen berichtet und es entsteht tatsächlich der Eindruck, dass es hier in der Provinz ruhig und dörflich zugeht. Das dem nicht so ist, dürfe sich inzwischen über die Grenzen des Landkreises hinaus herumgesprochen haben. Um aber den Schein zu wahren, wird über die Themen die den Bürger bewegen, insbesondere vor der Wahl nicht berichtet. Somit schreibt die lokale Presse auch kein Wort über die Informationsveranstaltung der Straßenbaubehörde Hameln zur geplanten Krankenhauszuwegung, die am 29.08.2011 in Bad Eilsen stattfand. Auch von der gemeinsamen Veranstaltung der Schaumburger Ärzteschaft mit Herrn Eppmann von proDiako erfährt man nicht…..

Damit die Bürger zumindes etwas davon erfahren, berichtet stattdessen die BI:

Zu einer Bürgerinformation hatte die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr  am 29.08.2011 im Restaurant Schulz im Haus des Gastes in Bad Eilsen eingeladen.  Thema: K 73n – Neubau Kreisstraße bei Obernkirchen,  als Verbindungs- und Erschließungstraße für das geplante Gesamtklinkum in der Vehler Feldmark mit Ausbau der Anschlüsse an die L 451 (zwischen Ahnsen und Vehlen) sowie an der K 11 (zwischen Bad Eilsen, Ahnsen und Obernkirchen, Höhe Röhrkasten). Anstelle des begonnenen Bauleitplanverfahrens, welches der Ahnser Rat leichtfertig aus der Hand an den Landkreis abgegeben hat, soll  nun ein straßenbaurechtliches Planfestellungsverfahren durchgeführt werden.  Anwesend waren das Planungsbüro v. Luckwald, Bauamtsleiter Herr Klebe, Herr Brockmann vom Straßenbauamt und ????? die Presse und eine Vielzahl von interessierten und betroffenen Bürgerinnen und Bürger. Herr Eppmann von ProDiako war auch unter den Zuhörern. Herr v. Luckwald spulte seine übliche Power Point Präsentation über die Zuwegung zum Klinikum ab: die Darstellung der geplanten neuen Kreisstraße mit Anbindung an die L451, die neu zu erbauende Brücke über die Aue, die drei Felder groß sein wird, Bepflanzung und Begrünung von Böschungen, ein paar Eichen, die gefällt werden müssen usw. Wie immer wurde alles verharmlost und schön geredet.  Es dauerte auch nicht lange, da wurden die ersten Fragen von den Zuhörern gestellt. – Die L451, sei zu eng und zu kaputt für Baufahrzeuge und ist vor allem eine Gefährdung für Fußgänger, ins besondere der Schulkinder. An dieser Straße befindet sich weder ein Radfahrweg noch ein Fußweg geschweige denn Ausweichmöglichkeiten, es bleibt nur der Sprung in den Graben um einer Gefährdung auszuweichen. Selbst Herr Brockman vom Straßenbauamt wurde stutzig und er sagte sofort mit Blick auf Herrn Klebe, dass diese Einwendung mit aufgenommen wird. – Eine weitere Frage bezog sich auf die zukünftige erhöhte Lärmbelästigung durch die sich im Einsatz befindenden Kranken-/ Unfalltransporte mit angestelltem Martinshorn – und das 24 Stunden am Tag bzw. 365 Tage im Jahr.  – Eine nächste Frage war, wie der zwangsweise zunehmende Verkehr durch die jetzt schon viel zu engen und an einigen Stellen auch nicht mehr erweiterbaren Straßen geführt werden soll, wie z.B. die Obernkirchener Strasse/ K11 im Ahnser Bereich – hier ist die asphaltierte Fläche teilweise nur 5,50m breit. Wieder ein fragender und sichtlich erstaunter Blick von Herrn Brockmann in Richtung von Herrn v. Luckwald und Herrn Klebe. Auch, dass dieses nun für die weitere Planung mit ins Gespräch genommen werden soll, sagte Herr Brockmann zu. – Des Weiteren wurde der miserable Zustand der Straßen L 451 und K 11 beanstandet sowie die Kreuzung an der Schmiede in Ahnsen, die als unfallträchtig bezeichnet wurde.( Herrn Brockmanns Gesichtsausdruck braucht man hier wohl nicht mehr zu erwähnen.) – Auf die Frage nach den Kosten für die K 73n inklusive Brückenbau meinte Herr v. Luckwald dass die Kosten ziemlich genau bei 5 Millionen liegen würden. Wir bezweifeln das! – Bezüglich des Brückenbaus und Hochwasser kam es zu Unstimmigkeiten, da hier nicht wirklich eine Gefährdung ausgeschlossen werden kann, wie einige es darstellten. – Bürgermeisterin Frau Bergmann aus Bad Eilsen äußerte große Bedenken wegen des zunehmenden Verkehrs, den dadurch steigenden Emissionen und die dadurch negative Auswirkung auf den angestrebten höheren Kurortstatus für Bad Eilsen. All diese Fragen und Bedenken der Bürger wurden von v. Luckwald, wie schon erwähnt, entweder schön geredet oder mit einem Schulterzucken zur Kenntnis genommen ( bzw. abgetan). Bei Herrn Brockmann konnte man spüren, dass dieser die Bürger mit ihren Einwendungen und Sorgen ernst nahm, was man sich so einige Male in verschiedenen Ratssitzungen und Informationsveranstaltungen von Seiten der Politiker, Planer und Betreiber gewünscht hatte. Zum Ende der Veranstaltung wurde noch gefragt, ob die Planung der Zuwegung im Internet abrufbar sei, was v. Luckwald sofort verneinte. Hier kam der spontane Einwand vom Samtgemeindebürgermeister Herrn Schönemann, dass dies durchaus möglich sein sollte und auch Herr Brockmann, der die absolute Transparenz forderte, stimmte dem mit einem fragenden Blick auf Herrn Klebe zu, der es dann auch zustimmend abnickte. Noch steht das Klinikum NICHT in der Vehlener Feldmark. Die dreistündige Informationsveranstaltung endete mit einem kurzen Statement durch den Sprecher der BI, der bekannt gab, dass die BI nichts unversucht lassen würde, den Bau des Klinikums in der Vehler Feldmark zu verhindern.

Noch handelt es sich um eine Planung, bunte Bilder im PC, nicht mehr. Wann lenkt die Politik ein?

Spendenaufruf

UNTERSTÜTZEN SIE UNS – Die Feldmark Vehlen ist auf Ihre HILFE angewiesen. Nur so können wir uns effektiv für den Erhalt unserer Landschaft, Natur und Heimat einsetzen! Wir finanzieren unsere Tätigkeit durch Mitgliedsbeiträge und die Spenden von Unterstützerinnen und Unterstützern.

Wofür werden Ihre Gelder verwendet?
Aktuell werden dringend Gelder für die rechtliche Beratung durch einen Fachanwalt für Verwaltungsrecht benötigt Auch der Druck von Informationsmaterial, das Betreiben unserer Internetseite, die Anschaffung von Bannern und Transparenten ist von unseren Mitgliedern allein nicht zu leisten.

Wenn Sie uns helfen wollen, überweisen Sie einen Betrag Ihrer Wahl auf unser nachfolgendes Konto.

“Landschaftschutz Schaumburg e.V.”
Sparkasse Schaumburg
Konto Nr. 313 138 901
BLZ: 255 514 80

Wir sind Mitglied im Landesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (LBU) Niedersachsen e.V. Für Ihre Spende erhalten Sie eine Spendenbescheinigung.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Gut, dass es sie gibt….