Get Adobe Flash player

Wie man die Bürger hinters Licht führt!

Wie die Gespräche zwischen den Schaumburger Ärzten und proDiako erfolgen, kann man hier lesen:

1. Gespräch Ende August


“Handfeste Bedenken gegen bestehende Planungen”

BÜCKEBURG

Handfeste Bedenken gegen die bestehenden Planungen Bückeburg (bus). Die „Bückeburger Runde“ – eine Gruppe niedergelassener Ärzte – äußert handfeste  Bedenken gegen die Planungen für das Gesamtklinikum Schaumburg. Zwar sei die Zusammenführung der drei Schaumburger Krankenhäuser zu einem Gesamtklinikum „aus medizinischer und wirtschaftlicher Sicht sinnvoll und begrüßenswert“, heißt es in einer Stellungnahme. „Dagegen ist die dezentrale Lage des geplanten Gesamtklinikums, auch nach eingehendem Studium der bis dato veröffentlichten, für die praktische Patientenversorgung Schaumburgs nicht nachvollziehbar“, schreibt die Ärztegruppe. Weiter ist der Verlautbarung zu entnehmen: „Die politisch gewollte Lage wird den betriebswirtschaftlichen Realitäten nicht gerecht. So fallen für die Bevölkerung der Nord- und Ostgemeinden (Rodenberg, Sachsenhagen, Bad Nenndorf) lange Anfahrtswege an. Patienten aus Rinteln und dem nördlichen Extertal orientieren sich erfahrungsgemäß ohnehin längst nach Hameln oder Minden.“ Zudem werde nach Ansicht der Bückeburger Ärzte, „die schon bestehende, gut funktionierende Zusammenarbeit von ambulanter und klinischer Versorgung nicht ausreichend berücksichtigt“. Was insbesondere das Herzkatheterlabor und die Krebsbehandlung in Stadthagen betreffe. „Ein Ausbau des schon bestehenden Standortes Stadthagen wäre durch Nutzung der bereits bestehenden Infrastruktur sinnvoller und kostengünstiger gewesen.“ Weiterhin sehen sie „als jahrelang im Notdienst tätige Ärzte“ Schwachstellen in der Verkehrszuwegung speziell für Patiententransporte an entscheidenden Knotenpunkten, insbesondere zu Stoßzeiten auf Bundesstraßen und Autobahn. Die Mediziner: „Wir bedauern die Vernichtung bestehender Arbeitsplätze durch Personalreduzierung und Auslagerung von Dienstleistungen in Konzernanteile außerhalb von Schaumburg, wie beispielsweise vorgekochtes Essen aus Magdeburg.“ Nach Durchsicht des zuletzt im Bundesanzeiger von Dezember 2009 veröffentlichten Geschäftsberichtes des Konzerns Pro Diako bezweifeln die Autoren, „dass das Objekt wie geplant fertiggestellt und wirtschaftlich betrieben werden kann“. Überdies erachten sie es als alarmierend, „dass aufgrund fehlender Finanzkraft bereits vor Baubeginn Streichungen im Bereich der Patientenversorgung (Vierbettzimmer) im Rahmen so genannter „Flächenreduzierungen“ vorgenommen werden müssen“. Abschließend heißt es in der Erklärung: „Wir fordern die Betreibergesellschaft Pro Diako auf, das Patienten-Wohl vor politische und wirtschaftliche Interessen zu stellen.“ Die Stellungnahme ist unterzeichnet von fast der gesamten Bückeburger Ärzteschaft: Frank, Malek, Schroeder, Mohr, Berlinghoff, Fell-Kastein, Möller, Fischinger, Neubauer, Schlee, Schulz und Richter, Florian und Florian, Warnecke, Hey, Dekordy und Truong. Artikel aus der Schaumburger Zeitung vom 31.08.2011 – 00.00 Uhr

2. Gespräch Mitte September

Landkreis

„Haben Basis für Kommunikation gefunden“

Landkreis (ssr). „Jetzt haben wir eine Basis für Kommunikation gefunden.“ So hat der Bückeburger Mediziner Andreas Schulz ein zweistündiges Gespräch zusammengefasst, das einige niedergelassene Schaumburger Ärzte am gestrigen Mittwoch mit der Projektgesellschaft des geplanten Gesamtklinikums Schaumburg geführt haben. Deren Geschäftsführer Claus Eppmann bestätigte in dem gemeinsamen Pressegespräch, der begonnene Dialog solle „in Offenheit konsequent fortgeführt werden“. Bislang habe es zwischen dem Klinikum-Träger und den niedergelassenen Ärzten „nur Info-Veranstaltungen gegeben“, umriss der Allgemeinmediziner Klaus-Peter Neubauer (Warber) die Lage: „Ab sofort wird es sich um Gesprächsrunden im Sinne eines Dialogs handeln.“ Erstmals hätten beide Seiten gezeigt, „dass sie gegenseitig Kritik äußern und aushalten können“, beschrieb Schulz das Lernziel dieses Treffens. Man sei übereingekommen, „in einem konstruktiven Prozess gemeinsam für eine hochgradig qualitative medizinische Versorgung der Patienten in Schaumburg“ zu sorgen. Eppmann kleidete das in ähnliche Worte: „Wir werden in einer Serie von Zusammenkünften besprechen, wie wir die fachlichen Bedürfnisse aus dem Bereich der niedergelassenen Ärzte in den Planungsprozess einfließen lassen, mit dem Ziel einer optimalen Patientenversorgung.“ Zustande gekommen war das gestrige Gespräch im Anschluss an eine vom Ärzteverein Schaumburg organisierte Info-Veranstaltung Ende August. Dort seien nach dem Vortrag durch die Projektgesellschaft „viele Fragen offengeblieben“, so Schulz. Daher habe man ein baldiges Folgetreffen vereinbart. Offiziell eingeladen wurde dazu von keiner Seite, wer unter den Ärzten davon informell oder zufällig Wind bekommen hatte, durfte gerne aufschlagen.Damit die Gesprächsrunde zum Erfolg werden konnte, war offenbar Hilfe von außen erforderlich. Als Gesprächsleiter fungierte daher der Bückeburger Rechtsanwalt Oliver Theiss – und zwar extrem kurzfristig, „nachdem ein eigentlich dafür vorgesehener Lehrer abgesagt hatte“, wie Schulz erzählte. Abgesprungen waren auch die Gynäkologen, „die erst erheblichen internen Beratungsbedarf haben“, wie es hieß.In Details von Sachfragen stieg man nicht ein. Vielmehr wurden „problematische Bereiche definiert“, wie Eppmann schilderte. Dazu zählt unter anderem die Frage, wie am Standort Rinteln bis zum Jahr 2014 die Patientenversorgung optimiert werden kann. Was die Verzahnung zwischen niedergelassenen Ärzten und der Klinik angeht, seien Fragen vor allem in der Kardiologie, der Urologie, der Gynäkologie, der Chirurgie und der Allgemeinmedizin vorhanden. „Die Gesprächsbasis ist da. Es müsste jetzt schon ganz schön schräg laufen, wenn die wieder verloren gehen sollte“, übte Schulz Lernzielkontrolle mit integriertem Blick in die Zukunft. Artikel aus der Schaumburger Zeitung vom 15.09.2011 – 00.00 Uhr

Anmerkung der Sumpfklinik Redaktion:

Wie Herr Eppmann agiert um die Öffentlichkeit zu täuschen, zeigt sein Talent auch diese Diskussion möglichst zu seinem Vorteil zu nutzen und massiv zu beeinflussen. An dem 2. Gesprächstermin hatte die Ärzteschaft die Presse für 15.00 Uhr bestellt, damit sie die gesamten Gespräche verfolgen und wertfrei darüber berichten kann. Da Herrn Eppmannn aber klar war, dass hier massive Kritik geäußert wird, nutze er seine guten Beziehungen und verlegte den Pressetermin kurzerhand auf 17.00 Uhr. Alle Ärzte wunderten sich warum die Presse nicht da war, Eppmann tat so als wüsste er von nix gab aber später zu, das er den Pressetermin umgelegt hat.

Die vereinbarte Redezeit wurde trotz Moderator nicht eingehalten. Eppmanns Argument “er sei schließlich Gastgeber und würde sich nicht den Mund verbieten lassen” verwunderte nochmals alle Anwesenden, denn dass er bei der von den Ärzten veranlassten Gesprächsrunde als Gastgeber fungierte wusste auch niemand.  Die Presseerklärung kam dann letztendlich von Herrn Eppmann persönlich und wurde hinter verschlossenen Türen in Eppmanns Büro mit der Presse besprochen (ohne Beisein eines Ärztevertreters).

Fazit:

Bravo Herr Eppmann,

Ihre Talente kennen inzwischen alle, als Lobbyist sind Sie bei Konzernen die Bürger belügen bestimmt ein gefragter Mann. Aber die von Ihnen hochgelobte Transparenz bleibt gänzlich auf der Strecke. Deswegen sagen selbst schon Sympathisanten des geplanten Standortes in Vehlen Ihnen nach,  dass “er lügt, wenn er den Mund aufmacht”!

Aber Lügen haben kurze Beine….

1 Kommentar zu „Wie man die Bürger hinters Licht führt!“

  • woitaschek:

    Hallo,

    wie wahr ,wie wahr. Aber drei Sumpfschnepfen, die ihre Brutkaesten verlieren als Gegenargument anzuführen gegen einen Kompaktneubau eines Krankenhauses auf Kosten der Bevölkerung ist eben ein bißchen dürftig.
    Belohnung für den Ärztepfusch. Bequemer geht`s nimmer.
    Ich frag mich wie das wird, wenn man mal ernsthaft operiert werden soll???

    Mit freundlichen Grüßen
    Claudia Woitaschek

Kommentieren