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WIR kritisiert Öffentlichkeitsarbeit von Prodiako

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WIR kritisiert Öffentlichkeitsarbeit von Prodiako

“Beim Neubau des Gesamtklinikums Schaumburger Firmen beteiligen” / Klare und nachvollziehbare Aussagen

LAND­KREIS (b­b). In ei­ner Pres­se­mit­tei­lung kri­ti­siert Ri­chard Wil­mers, WIR-Vor­sit­zen­der im Land­kreis Schaum­burg, die Öf­fent­lich­keits­ar­beit von Pro­DIAKO zum ge­plan­ten Neu­bau des Ge­samt­kli­ni­kums Schaum­burg. “Ich ver­misse klare und nach­voll­zieh­bare Aus­sa­gen zum neuen Ge­samt­kli­ni­kum”, äußerte Wil­mers und be­klagt, dass die bis­he­rige Öf­fent­lich­keits­ar­beit eher Ir­ri­ta­tio­nen und Be­den­ken be­för­dert hät­ten.

“­Die Stand­ort­aus­wahl wird of­fen­bar nur von der Po­li­tik ak­zep­tiert, nicht von den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern”, ver­mu­tet Wil­mers und er­gänzt: “­Dies hat nichts mit ei­ner Kirch­turm­po­li­tik zu tun, son­dern mit hand­fes­ten fi­nanz­po­li­ti­schen Ü­ber­le­gun­gen. Die ge­neh­mig­ten rund 95 Mil­lio­nen Eu­ro, die das Land Nie­der­sach­sen in­zwi­schen für das Ge­samt­kli­ni­kum be­wil­ligt hat, sind Steu­er­gel­der, die auch für an­dere sehr dring­li­che Auf­ga­ben aus­ge­ge­ben wer­den könn­ten.”

Statt be­ste­hende Kran­ken­häu­ser mit weitaus we­ni­ger Mit­teln aus­zu­bau­en, statt be­ste­hende Kran­ken­häu­ser zu Schwer­punkt­häu­sern aus­zu­rich­ten, statt eine Ko­ope­ra­tion der drei Schaum­bur­ger Kran­ken­häu­ser un­ter ei­nem Dach (Ge­samt­kli­ni­kum Schaum­bur­g!) an­zu­stre­ben, würde ein sehr teu­res neues Kli­ni­kum ge­baut und drei be­ste­hende Kran­ken­häu­ser wür­den dem­nächst na­hezu leer ste­hen und viele Ar­beitsplätze weg­fal­len, for­mu­liert Wil­mers. Die Nach­nut­zungs­mög­lich­kei­ten seien sehr ein­ge­engt. Wenn aber schon ein neues Kli­ni­kum ge­baut wer­den sol­le, dann aber auch un­ter Ein­be­zie­hung der Schaum­bur­ger Wirt­schaft und vor­han­de­ner Ein­rich­tun­gen. “Ich er­warte und gehe auch da­von aus, dass Schaum­bur­ger Be­triebe das Kli­ni­kum bauen und ein­rich­ten”, so Wil­mers. In ei­nem Schrei­ben an Land­rat Jörg Farr hatte Wil­mers kürz­lich außer­dem ge­for­dert, dass die Es­sens­ver­sor­gung aus dem Land­kreis kom­men müs­se. “Ich freue mich, dass der Trä­ger und der Land­kreis nun­mehr klar für eine Es­sens­ver­sor­gung aus dem Schaum­bur­ger Land sind. Da­bei muss die jet­zige Kran­ken­haus­küche in Stadt­ha­gen die erste und beste Wahl sein”, schreibt Wil­mer­s.

Nicht zu­frie­den ist Wil­mers mit der Aus­sage zu den Vier-Bett-Zim­mern. “Wenn Wahl­leis­tungs­er­löse da­durch ent­fal­len, dann muss hier mit dem Ver­band der Pri­vat­kran­ken­kas­sen schleu­nigst ver­han­delt wer­den, um zu er­rei­chen, dass noch vor Bau­be­ginn klar ist, dass es im neuen Kli­ni­kum keine Vier-Bett-Zim­mer ge­ben wird.” Wil­mers for­dert von Pro­DIAKO und vom Land­kreis eine deut­lich bes­sere In­for­ma­ti­ons­ar­beit: “Wenn wir die Be­völ­ke­rung für die um­fang­rei­chen Pla­nun­gen mit­neh­men wol­len, dann steht eine of­fene und ge­naue In­for­ma­ti­ons­ar­beit an ers­ter Stel­le.”

vom 05.10.2011 | Schaumburger Wochenblatt Ausgabe-Nr. 40A

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