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Grüne: Kreis soll mit offenen Karten spielen

http://www.schaumburger-zeitung.de/portal/lokales/sz-heute/landkreis_Gruene-Kreis-soll-mit-offenen-Karten-spielen-_arid,398800.html

LANDKREIS

Grüne: Kreis soll mit offenen Karten spielenLandkreis (ssr). „Endlich mit offenen Karten spielen“ muss der Landkreis Schaumburg in Sachen Gesamtklinikum. Das hat die Vorsitzende der Schaumburger Grünen, Marion Lenz, gefordert. In einer Pressenotiz äußerte Lenz, die auch Vorsitzende des Krankenhaus-Ausschusses des Kreistags ist, den Eindruck, „die Landkreisspitze betreibt hier eine Vogel-Strauß-Politik und hofft, so die vielfältigen Probleme, die die Klinik-Umstrukturierung mit sich bringt, lösen zu können“.

„Sehr verblüfft“ zeigte sich Lenz über eine jüngste öffentliche Auskunft der Kreisverwaltung, dass die Übergangsverluste der Krankenhäuser Stadthagen und Rinteln bis zur Eröffnung eines Gesamtklinikums wohl kaum unter den eingangs kalkulierten 14,1 Millionen Euro bleiben werden. „Meines Erachtens bedeutet das mindestens, dass nun, entgegen aller Versprechungen, auf den Landkreis Kosten zukommen“, schreibt Lenz und fügt hinzu: „Das ist umso ärgerlicher, da uns noch im Dezember auf mehrmaliges Nachfragen versichert wurde, dass der Landkreis durch die ,Fusion der starken Partner pro Diako und Agaplesion‘ in keinster Weise betroffen sei.“

Eine Info-Veranstaltung für alle Kreistagsmitglieder, die bereits im Dezember aufgrund der damaligen Ereignisse terminiert, dann aber auf Januar verschoben worden sei, hat es laut Lenz bisher immer noch nicht gegeben. Ebenso wenig wie eine Sitzung des Krankenhausausschusses, die es bisher immer im Januar gegeben habe. „Aber auch dafür sah Landrat Jörg Farr leider bisher keine Veranlassung, da es seiner Meinung nach vor März nichts Kreisrelevantes zu berichten gebe“, bedauert Lenz

„Wir sehen aber nun dringenden Info- und Handlungsbedarf“ so Lenz. Sie fordert eine sofortige Krisensitzung, denn „wenn der Vertragspartner pro Diako seinen finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen kann, müssen wir uns ernsthaft die Frage stellen, ob pro Diako wirklich der richtige Partner ist.“

Artikel vom 27.01.2012 – 18.49 Uhr

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