Get Adobe Flash player

Der blanke Hohn

Leserbrief in der SN
04.10.2011 12:07 Uhr
In meinem Leserbrief mit der Überschrift „Bessere Zufahrtslösung ignoriert“ über die Zuwegung zum Klinikum aus Richtung Norden hatte ich meine Vermutung dargelegt, dass die „persönlichen Interessen von Politikern weit über denen der Bürger rangieren beziehungsweise Letztere einfach ignoriert werden“.
In dieser Vermutung wurde ich nunmehr noch weiter gestärkt durch den Beschluss des Kreistages in der Sitzung am 28. Juni. Darin wird laut Abwägeentscheidung zum Thema nördliche Verkehrsanbindung einerseits gesagt, dass sich im Bereich der Obernkirchener Straße in Ahnsen keine „wesentliche Änderung“ der Verkehrslärmbelastung ergibt, da die dortigen Pegelerhöhungen von voraussichtlich 1,2 dB(A) deutlich unter den drei dB(A) liegen, von wo an eine Änderung der Geräuschimmissionssituation als wesentlich beurteilt wird. Im gleichen Atemzug wird aber die Erschließung aus Norden über Vehlen aufgrund der dadurch bedingten „erheblichen Belastungen für zahlreiche Anlieger“ ausgeschlossen.
Das ist doch der blanke Hohn.

Bei einer Nordzuwegung fühlt sich wohl der in meinem Leserbrief vom 16. Juli angesprochene Politiker in seiner Wohnqualität beeinträchtigt. Denn jeweils 40 Prozent des zu erwartenden Verkehrsaufkommens zum und vom Klinikum sind laut Gutachten aus Norden beziehungsweise Süden prognostiziert.

Diesen Verkehrsstrom aus Norden durch die dortige Feldmark möchte der Politiker beziehungsweise die Politikerin aber nicht in seiner beziehungsweise ihrer Wohngegend haben. Deshalb soll der Verkehrsstrom auf die westliche Zuwegung mit den entsprechenden Belästigungen für die entsprechenden Ahnser Bürger umgeleitet werden.

Nicht einmal auf das an der Obernkirchener Straße gelegene Altenheim wird von den Volksvertretern dabei Rücksicht genommen, wenn es um die eigenen privaten Interessen geht.

Winfried Schwarze, Ahnsen

Kommentieren