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Kostenentwicklung

pro Diako – Ein finanzstarker Partner!?

Die Bilanz aus 2009 wurde für die BI von einem hier namentlich nicht genannten Finanzexperten beurteilt.

Aktenvermerk zu Bilanz ProDiako

pro DIAKO gGmbH Gesundheits- und Pflegedienstleistungen Hannover

Bilanz 2009: PRO DIAKO gGmbH Gesundheits- und Pflegedienstleistungen

Auf der Aktivseite der Bilanz wird das Vermögen bzw. die Forderungen der Gesellschaft ausgewiesen. Auf der Passivseite stehen das Haftkapital, Kapitalrücklagen aus Vorjahren sowie das Jahresergebnis 2009 und die Verbindlichkeiten.

Zur Aktivseite ist auszuführen, dass z.B. Sachanlagen mit 2484,– aufgeführt sind. Das können Einrichtungsgegenstände wie z.B. EDV Büroeinrichtungen sein. Weiterhin werden ca. 15 Mio. € Finanzanlagen ausgewiesen. Das sind die Aufwendungen für Beteiligungen an anderen Gesellschaften. Man kann hier nicht erkennen, was diese Beteiligungen tatsächlich wert sind. Es wird einfach der Betrag ausgewiesen, der gezahlt wurde. Weiterhin bestehen Guthaben bei Kreditinstituten von 96.000,– €. Große Finanzielle Reserven bestehen also nicht.

Hinzuweisen ist auch noch auf den ausgewiesenen Forderungsbetrag von 1,8 Mio. €. Diesem Betrag stehen aber Verbindlichkeiten von 1,7 Mio. € gegenüber. Davon sind 1,3 Mio. € kurzfristig fällig und werden mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr  ausgewiesen. Weiterhin sind Steuern zu zahlen mit 155.000,– €. Wieweit die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern kurzfristig fällig werden, ist nicht zu erkennen. Ausgewiesen wird ein Betrag von 380.000,– €.

Auf der Passivseite der Bilanz wird das Haftkapital mit 6 Mio. € ausgewiesen. Kapitalrücklagen aus vergangenen Jahren sind einschließlich Gewinnvortrag mit 11 Mio. € gebildet. Das Kapital hat also Anfang 2009 17. Mio. € betragen. Durch die in 2009 ausgewiesenen Verluste von 2 Mio. € hat sich das Kapital auf 15 Mio. gemindert.

Interessant sind auf Seite 2 noch die Beteiligungsverhältnisse. Das beste Ergebnis in 2009 hat das Krankenhaus Rothenburg erzielt, mit einem Gewinn von 1,2 Mio. €. An dieser Einrichtung ist pro Diako allerdings nur mit 30% beteiligt. Das schlechteste Ergebnis weist Holzminden mit 1,1 Mio. € Verlust aus. Hier ist pro Diako mit 51% beteiligt.

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PRO DIAKO gGmbH Gesundheits- und Pflegedienstleistungen Hannover

Bilanz 2009: PRO DIAKO gGmbH Gesundheits- und Pflegedienstleistungen Konzern

Hier sind sämtliche Firmen und Beteiligungen zusammengefasst, soweit pro Diako beteiligt ist. Die Aktivseite weist das Vermögen aus. Auf der Passivseite zeigt das vorhandene Kapital mit ca. 20 Mio. €, bereits erhaltene Zuschüsse mit 41 Mio. €, Rückstellungen für Versorgungszusagen, Steuern und sonstige noch zu leistende Zahlungen mit 10 Mio. €. Die Verbindlichkeiten einschließlich der Bankverbindlichkeiten betragen 43 Mio. €. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 24. Mio. € handelt es sich vermutlich um langfristige Darlehnsverbindlichkeiten. Dann würden Verbindlichkeiten von 43. Mio. €  Forderungen und Bankguthaben von 26. Mio.€ gegenüberstehen. Auf Seite 3 wifrd der Jahresverlust mit 2,4 Mio.€ ausgewiesen. Der Verlust von pro Diako selbst beträgt 3,7 Mio.€ und wird noch gemindert, weil Verlustanteile auf außenstehende Gesellschafter entfallen. Entstanden ist der Verlust aus Aufwendungen nach dem Krankenhausgesetz, die in 2009 um 1,9 Mio. gestiegen sind. Weiterhin sind Abschreibungen um ca. 360.000,–€ erhöht. Auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um ca.  900.000,–€ angestiegen. Auf Seite 9 wird eine kurze Erläuterung zu den gestiegenen Kosten gegeben. Ausserordentliche Aufwendungen von 720.000,–€ mussten getätigt werden, weil Verpflichtungen aus einem Kauf- oder Abtretungsvertrag bestanden.

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PRO DIAKO Management GmbH Hannover

Bilanz 2009: PRO DIAKO Management GmbH

Diese Firma ist zum 31.12.2009 als gesund zu bezeichnen. Hier wird auch die Beteiligung am Klinikum Schaumburg mit 52% von 25.000,–€ = 13.000,–€ gehalten. Die Forderungen werden mit 1,7 Mio. € und Guthaben bei Kreditinstituten mit 250.000,–€ ausgewiesen. Dem stehen Verbindlichkeiten mit ca. 1,7 Mio.€ gegenüber. Hinzuweisen ist noch auf den Betrag von 200.000,– € für Rückstellungen. Nach den Erläuterungen auf Seite 2 handelt es sich dabei um Rückstellungen für zukünftig zu erbringende Versorgungszusagen.

Es ist davon auszugehen, dass dieses Unternehmen nur die Beteiligungen hält und die Geschäftsführung für die gemeinnützige GmbH und die Wäschereiservice GmbH ausführt. In den Erläuterungen wird die Höhe der Gehälter, für die eine Versorgungszusage besteht, mit 690.000,–€ ausgewiesen.

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PRO|DIAKO Wäscheservice GmbH Hannover

Bilanz 2009: PRO DIAKO Wäscheservice GmbH

Das Haftkapital beträgt ebenfall 25.000,–€. Gewinnvorträge aus Vorjahren sowie der Gewinn 2009 werden mit 7000,–€ ausgewiesen. Zahlungsmittel/Guthaben bei Kreditinstituten bestehen in Höhe von 37.000,–€. Den Forderungen von 226.000,–€ stehen Verbindlichkeiten in Höhe von 216.000,– € gegenüber. Größere finanzielle  Spielräume bestehen auch hier nicht.

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PRO DIAKO Service GmbH Hannover

Bilanz 2009: PRO DIAKO Service GmbH

Auf der Passivseite wird das Haftkapital mit 25.000,– € ausgewiesen sowie ein Gewinnvortrag und der Überschuss aus dem laufenden Kalenderjahr in Höhe von 72.000,– € . Das Kapital insgesamt beträgt 97.000,–€. Trotz des Gewinns ist die Gesellschaft fast zahlungsunfähig. Forderungen und Guthaben bei Banken betragen insgesamt 424.000,–€.  Dem stehen Verbindlichkeitenmit 560.000,–€ und Rückstellungen nach den Erläuterungen für Löhne pp. mit 90.000,–€ gegenüber. Es besteht also eine Finanzierungslücke von ca. 220.000,–€.

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coming soon: Bilanz 2010….    :-(

Die große Gier nach Geld….

….spielt auch beim Klinikum Schaumburg eine übergeordnete Rolle.
Um Versorgung der Bürger ging es von Anfang an nicht, sondern einzig und allein darum,
wie man aus den Töpfen des Landes möglichst viel “absahnen” kann.

So geschehen beim Projekt “Tourismusprojekt Erlebniswelt Weser Renaissance”.
Hatte dieses Projekt nicht auch Modellcharakter?
Das Debakel EWR kann man hier nachlesen: >>>20110905_Die_Gier_nach_Geld_ohne_Ende_SN

Jetzt wiederholt sich das Ganze nur in weitaus größerer Dimension mit dem Projekt
“Klinikum Schaumburg”. Geht es wirklich darum, eine gute Versorgung für die Schaumburger
Bevölkerung zu schaffen? Oder will sich hier ein angeschlagener “Gesundheitskonzern”
mit Fördermitteln des Landes sanieren? Die Frage muss inzwischen einfach mal gestellt werden.

Es ist heute bereits absehbar, dass die aktuelle Planung weitaus mehr Kosten mit sich bringt
als eine gut geplante Neustrukturierung der Schaumburger Krankenhauslandschaft bei
Beibehaltung der Standorte Bückeburg und Stadthagen.
Wenn dann das “worst case scenario” proDiako Pleite eintritt, wäre es eine reine Katastrophe
für den Landkreis Schaumburg. Aber es ist besser, wir verschließen die Augen vor der Realität
und machen weiter wie bisher…..

Aller-Weser-Klinik (proDiako) in Liquiditätsnöten.

Die Aller-Weser-Klinik (AWK) mit ihren beiden Standorten in Achim und Verden steckt in Liquiditätsnöten. Die Schulden haben sich auf 4,8 Millionen Euro summiert und jeden Monaten gibt die Klinik 300000 Euro mehr aus als sie einnimmt. Gestern hat der Aufsichtsrat ein Gutachten in Auftrag gegeben, das einen Weg aus der Krise aufzeigen soll, so der Aufsichtsratsvorsitzende Landrat Peter Bohlmann.

Bericht im Weser Kurier Verden
20110323WESER-KURIER

Kostenexplosion bei dem geplanten Klinikum Neubau

Ein Aufstellung der BI verdeutlicht wie schnell aus 80 Millionen 145 Millionen werden, wenn man nicht sein eigenes Geld ausgibt.

Kostenexplosion Gesamtklinikum SHG

Investitionsvolumen 2009: 120.000.000 €

Investitionsvolumen 2009: 120.000.000 €

Investitionsvolumen 2008: 80.000.000 €

20080306_SN_80_Mio